Wortbruch – Avacon nimmt vom erzielten Kompromiss Abstand

Seitdem der Kompromiss im Jahr 2020 erzielt wurde, haben sich die Bürger- und Bürgerinnen darauf verlassen, dass zwischen Wasserleben und Dingelstedt eine Erdverkabelung umgesetzt wird. Auch wenn die Planungszeiten offenbar länger dauerten war allen klar, auf das Wort des Vorstandsvorsitzenden des großen regionalen Energieversorgers kann man sich verlassen.

In letzter Zeit kamen jedoch erste Zweifel auf, ob die Erdverkabelung wie zugesagt umgesetzt werden wird. Diese Zweifel wurden verstärkt in einem Termin zu dem die Avacon im Juni 2026 geladen hatte. In einem sogenannten Prescoping Termin stellte die Avacon die Planung für den Bauabschnitt der 110 KV Leitung zwischen Dingelstedt und Schwanebeck vor. Der weitere Bau des Harzringes wurde vorgestellt mit dem Ziel der Kapazitätsstabilisierung und Beseitigung von Engpässen. In der Übersicht waren alle Bauabschnitte als Freileitungen benannt. Nur die Strecke zwischen Wasserleben und Dingelstedt wurde als 110 KV Leitung nicht näher benannt. Auf Nachfrage äußerten sich die Vertreter der Avacon nicht dazu. Und gaben an keinerlei Kenntnis zum Bauabschnitt zwischen Wasserleben und Dingelstedt zu haben.

Kurz danach informierte die Avacon die Gemeinde Huy, dass nunmehr eine Erdverkabelung nicht mehr vorgesehen ist. Nun ist klar, dass die Avacon sich nicht an Ihr Wort und den erzielten Kompromiss halten wird. Auch der Bauabschnitt zwischen Wasserleben und Dingelstedt soll als Freileitung umgesetzt werden.
Die Empörung über diesen Wortbruch des Vorstandsvorsitzenden Herrn Marten Bunnemann, sowie der Avacon ist groß!

Wer mit den Bürgerinnen und Bürgern einen Kompromiss erzielt, muss sich an den damit verbundenen Zusagen messen lassen. Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit – und es wird beschädigt, wenn eine gemeinsam erarbeitete Lösung nach Jahren plötzlich infrage steht!